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Referat: Das Kieler Trinkwasser

Alles zu Gewässer

Das Kieler Trinkwasser


Das Grundwasser

Hydrogeologie
Der so genannte „Kieler Trog“ ist eine Senke mit Braunkohlesanden und erstreckt sich von Boostedt zum Westufer Kiels und weiter nach Norden bis zur Eckernförder Bucht bei Schwedeneck. Genutzt werden die Wasserführenden Bodenschichten aus dem Eiszeitalter Tertiär, die durch das Aufsteigen von Salzstöcken aus dem Untergrund vor vielen Millionen Jahren entstanden sind.
Solche Schichten werden als sogenannte Grundwasserleiter bezeichnet und stellen aufgrund ihrer großen Ergiebigkeit Vorzugsstandorte für die Wassergewinnung dar.
Die Kieler Wasserwerke Schulensee, Wik, und Pries beziehen ihr Wasser aus einer Tiefe von bis zu 200 Metern.
Das Wasserwerk Schwentinetal nutzt die „nur“ 34 Meter tief liegenden eiszeitlichen Sande des Urstromtales der Schwentine zur Wassergewinnung, da in diesem Gebiet aus der Tiefe drängendes Salzwasser den Wasserleiter derart mit Salz versetzt, dass es für die Trinkwasserversorgung nicht geeignet ist.
Da ein Regentropfen einen weiten Weg von der Oberfläche bis zu den tieferen Wasserleitern zurücklegen muss, haben Altersbestimmungen ergeben, dass das Grundwasser bis zu mehreren tausend Jahren alt ist.
Die Fließrichtung des Grundwassers verläuft allseitig zur Kieler Förde, in die das Grundwasser letztlich einströmt.
Förderung des Grundwassers
Das Kieler Grundwasser wird den Wasserleitern durch rund 40 Tiefbrunnen entnommen.
Das geförderte Grundwasser bezeichnet man als Rohwasser.
Die Grundwasserentnahme wird ausreichend durch die Grundwasserneubildung gedeckt.
Die Tiefbrunnen zur Förderung des Wassers müssen nicht direkt bei den Wasserwerken liegen, zum Beispiel befinden sich zehn Brunnen auf dem Gelände des Freilichtmuseums, etwa 2,5 Kilometer vom Wasserwerk Schulensee entfernt.

Die Trinkwasseraufbereitung
Die Aufbereitung des Trinkwassers wird in den Kieler Wasserwerken Schulensee, Wik, Pries und Schwentinetal nach dem gleichen Verfahren vorgenommen. Als erstes wird das Wasser "belüftet": Durch Verdüsen in kleinste Tröpfchen wird es mit Sauerstoff angereichert und gleichzeitig von unerwünschten Nebenstoffen befreit. Anschließend wird es durch eine 2,5 Meter dicke Schicht aus besonders feinkörnigem Quarzkies geschickt. Im Kiesfilter sorgen natürliche, physikalische, chemische und biologische Vorgänge dafür, dass das Wasser seinen gewünschten Reinheitsgrad erreicht.
Eine regelmäßige Reinigung des Kiesfilters ist nach 2-7 Tagen nötig. Hierbei wird durch Spülwasserpumpen Reinwasser und durch ein Drehkolbengebläse Luft zusammen in gegenläufiger Richtung in die Filteranlage gepresst. Die sich lösenden Eisen- und Manganoxide werden als Filterspülschlamm einer Absetzanlage zugeleitet, wo der Schlamm entwässert und derart getrocknet wird, dass die Ablagerung auf einer öffentlichen Deponie erfolgen kann.
Schematische Darstellung einer Trinkwasser-Aufbereitungsanlage
Entlüftung
Belüftungskammern
Ventilator
Kiesfilter
Düsenboden
Reinwasserbehälter

Die Qualität des Trinkwassers
Das Kieler Trinkwasser ist von ausgezeichneter Güte. Dass heißt, es ist klar, farblos und geruchlos, kühl (10-12° C) , von gutem Geschmack und bakteriologisch einwandfrei. Lediglich die Härte ist je nach Wasserwerk mit 13-17° deutscher Härte (dH) ziemlich hoch. Dem Trinkwasser werden keine Chemikalien zugesetzt, es ist keine Impfung mit chlor notwendig.

Die Wasserverteilungsanlagen
Da das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Kiel Höhen zwischen Null und 66 Metern über Normalnull aufweist ist es schwierig überall gleichmäßigen Druck zu haben. Deshalb ist das Versorgungsgebiet in kleinere Versorgungsbereiche mit etwa gleicher Höhenlage eingeteilt worden.
Inhalt
Referat über das Kieler Trinkwasser.
Es enthält Informationen über die Hydrogeologie(Grundwasser), die Grundwasserförderung, die Trinkwasseraufbereitung, die Qualität des Trinkwassers und die Wasserverteilungsanlagen.
Mit schematisch gezeichneter Trinkwasseraufbereitungsanlage und deren Erklärung. (474 Wörter)
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12.06.2004 von nelino
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