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Altersbestimmung von Fossilien - KaliumArgonMethode -Falsch?

Frage: Altersbestimmung von Fossilien - KaliumArgonMethode -Falsch?
(12 Antworten)

 
Hey!Hab gleich meine mündliche Prüfung (ich weiß das kommt etwas spät) aber kann mir mal jemand sagen, wo in dieser Ausführung genau der Fehler liegt?

- Kaliumverbindungen enthalten u.a.
radioaktives Kalium-40 das unter BINDUNG(?) von Argon-40 und Calcium-40 zerfällt (bei Halbwertszeit von 1,3Mrd.Jahren)

- Methode eignet sich nur bei vulkanischem Gestein:
--> bei Vulkanausbruch also beim Schmelzen des Gesteins entweicht vorhandenes ARgon
- kühlt die flüssige Lava ab, enthält sie kein Argon mehr (?)
--> enthält das Gestein jetzt Kaliumverbindungen, zerfällt gebundenes Kalium unter BINDUNG (?) vonARgon, dass nicht mehr aus dem Stein eintweichen kann

ALso ich glaube ich hab mich mit den Begriffen Bindung und Bildung vertan...weil erst steht da dass das ARgon entweicht sodass nichts mehr da ist und im nä schritt zerfällt Kalium unter bindung von ARgon?!hääh?^^

Wäre lieb wenn mir das schnellstens jmd korrigieren könnte
Danke schonmal
LG
GAST stellte diese Frage am 14.05.2008 - 07:19

 
Antwort von GAST | 14.05.2008 - 07:29
http://www.young.de/hausaufgabe/altersbestimmung-6871_1_787.html

(ich wollt mich da net anmelden...)

versuch es doch nochmal da... im netz is ja kaum was zu finden über den mist^^

 
Antwort von GAST | 14.05.2008 - 07:35
Ok...Wo jetzt der Fehler liegt weiß ich =)
bei Bindung muss immer Bildung dahin...
Aber warum ist diese Methode nur bei Vulkanausbrüchen anwendbar?ALso inwiefern steht dieser Vulkanausbruch in Verbindung zu dem Fossil?Wird das dadurch eingeschlossen oder wie?!

 
Antwort von GAST | 14.05.2008 - 07:40
Falls es jmd mal braucht...habe eine gute Erklärung von der Kaliumargonmethode gefunden:

2.1.2. Kalium-Argon Messung

Die Kalium-Argon Messung eignet sich zur Datierung von Gesteinsproben mit einem Alter von 300`000 bis mehreren Milliarden Jahren. Wie die Radiokarbon Methode beruht sie auf radioaktivem Zerfall. Kalium kommt in verschiedenen Böden und Mineralien vor. Das Kalium-Isotop 40K zerfällt mit einer Halbwertszeit von 1.25 * 109 Jahren in Calcium (89%) und in das gasförmige Argon 40Ar (11%), das im vulkanischen Gestein eingeschlossen bleibt. Zur Altersbestimmung wird das Verhältnis 40K/40Ar bestimmt. Da das Argon als Edelgas beim Ausbruch des Vulkans, bzw. beim flüssigen Gestein leicht entweicht, weiss man, dass alles Argon im Gestein nach der Verfestigung entstanden ist. Bestimmt wird also die Zeit seit der Verfestigung des Gesteins.

Mit der Kalium-Argon Messung kann auch das Alter von Mondgestein oder Meteoriten bestimmt werden. So wurde auch –in Übereinstimmung mit anderen Methoden- das Alter unseres Sonnensystems auf rund 4,6 Milliarden Jahre gemessen.

Zwar wird Kalium-Argon Messung nur das Alter des Gesteins bestimmt. Aber indirekt dient sie auch zur Datierung von Fossilien. Es wird nicht das Alter des gefundenen Fossils bestimmt, sondern das Alter der Schicht, in der das Fossil gefunden wurde. Sehr präzise kann bestimmt werden, wann ein bestimmter Vulkanausbruch stattfand oder ein Ascheregen niederging. Die Datierung von Fossilien hängt allerdings empfindlich davon ab, ob das Fossil auch tatsächlich der richtigen Schicht zugeordnet wird. Obwohl die Kalium-Argon Messung des Gesteins sehr präzise ist, kann es deshalb vorkommen, dass das Alter eines Fundes um einen Faktor 2 korrigiert werden muss, so dass ein Fund z. B. plötzlich auf 1,8 Millionen, statt auf 900`000 Jahre geschätzt wird.

Solche Korrekturen werden von Kreationisten als Beweis angeführt, dass die Methode nichts tauge. Auch hier gilt aber die Feststellung: Faktor 2 daneben ist nicht Faktor 125 daneben. Ausserdem war die Datierung des Bodens durch die Kalium-Argon Methode durchaus korrekt. Falsch war nur die Übertragung auf das Fossil. Wenn der Boden 900`000 Jahre alt ist, dann ist er sicher nicht erst 4004 v. Chr. während der Schöpfung entstanden.

http://homepage.hispeed.ch/philipp.wehrli/Evolution/Datierungsmethoden/datierungsmethoden.html#2.1.1.Datierung_C14-Methode_Radiokarbon

 
Antwort von GAST | 14.05.2008 - 07:41
nee, haste recht. da muss immer bildung hin^^

ich hab da eig auch null ahnung von...

"Diese Methode wird vor allem bei Vulkangestein angewendet. Die frühen afrikanischen Hominiden-Fossilien werden meist über K/Ar datiert, da die Fundschichten lagenweise mit vulkanischem Tuff durchsetzt sind."

vll sind sie wirklich eingeschlossen...

 
Antwort von GAST | 19.05.2008 - 21:16
Ich würde sagen, dass hinzukommt, dass Sauerstoff die Fossilien zersetzt (wenn vielleicht auch nicht das Kalium/Argon!) und man deshalb keine Fossilien in alten Gesteinsschichten, wie z.B. Lavagestein finden würde. Dasselbe gilt für Fossilien bzw. noch wirklich ERHALTENE Skelette in ehemaligen Sümpfen.
MfG
Roman


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Antwort von Double-T | 19.05.2008 - 21:35
Zitat:
Aber warum ist diese Methode nur bei Vulkanausbrüchen anwendbar?

Nur wenn das Gestein einmal geschmolzen war, so dass das Argon entweichen konnte ( c(Argon) = 0 ) lässt sich das Alter bestimmen, weil ansonsten unklar ist, wie hoch die Argon Konzentration vorher war.

[Falls es in dem Text irgendwo bereits steht, ist mir das jetzt egal. ]

 
Antwort von GAST | 19.05.2008 - 21:36
warum schreibst denn du überall bindung?

was wird denn bei einem radioaktivem zerfall gebunden?

wahrscheinlich nichts.

das nuklid kalium 40 hat genau 3 möglichkeiuten in einen energiegünstigeren zustand zu kommen.

einmal durch e- capture, was uns nicht interessieren soll, oder durch beta+- zerfall.

beim beta+ zerfall wird ein proton zu einem neutron umgewandelt. (elektron und elektronischen antineutrono werden aus´m atom emmitiert)

die nukleonenzahl beim betazerfall bleibt also erhalten. (bleibt bei 40), nur wird die kernladung vermindert um 1. du erhälst ein argon mit der kernladung q=18e.

beim beta- zerfall wird ein neutron zu nem proton.

wieder bleibt nukeonenzahl gleich. allerdings erhöht sich diesmal die kernladung um 1 und wir erhalten ein erdalkalimetall, nämlich das calcium. 40Ar und 40Ca entstehen also bei den zerfällen.

beim einfang von e- wird übrigens 40K auch zu 40Ar

 
Antwort von GAST | 19.05.2008 - 22:44
Womit haben wir dieses Universum verdient? Das ist alles so kompliziert aufgebaut, als ob uns alles extra schwer gemacht wurde! Ich checke nicht, weshalb haben wir überhaupt so ein langes Periodensystem haben :D


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Antwort von Double-T | 19.05.2008 - 23:10
Zitat:
Ich checke nicht, weshalb haben wir überhaupt so ein langes Periodensystem haben :D

Und ich checke nicht einmal, was du daran nicht checken könntest.

 
Antwort von GAST | 20.05.2008 - 23:14
Ist halt zu lang, gibt zuviel, wusste bis vor 2 Wochen nichtmals, dass Ca Calcium ist und Calcium auch ein element ist . . . Ist einfach zuviel! Es gibt ja eine Theorie, dass es Universen mit anderen Strukturen gibt, aber damit geh ich lieber ins Physikforum oder? :D

 
Antwort von GAST | 20.05.2008 - 23:18
jaja, theorien gibt es viele..viele von denen sind auch blödsinn.

es gibt auch eine theorie, dass wir beliebig viele elemente erzeugen können und somit das pse praktisch (fast) nie endet...


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Antwort von Double-T | 21.05.2008 - 00:15
Zitat:
aber damit geh ich lieber ins Physikforum oder? :D

Oder in die Klappse - du hast die Wahl.

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