Girokonto mit Dispokredit für Jugendliche?

Frage: Girokonto mit Dispokredit für Jugendliche?
(7 Antworten)

 
Hey. Ich soll eine Erörterung zum Thema Girokonten mit Dispokrediten schrieben. Nur leider fehlen mir Argumente ich hab bis jetzt:
Pro: Verantwortung und Selbstständigkeit werden gefördert; guter Einstig in das Leben mit bargeldlosem Zahlungsverkehr; Man lernt auch mit Schulden umzugehen.
Kontra: Minderjährige sind oft unerfahren und unterschätzen die Gefahr der Schulden; massive Werbekampagnen versprechen viel, die Jugendlichen gehen dadurch leichtfertiger und sorgloser mit dem Geld um; die Jugendlichen gehen davon aus immer "bei Kasse" zu sein, auch wenn sie eigentlich Pleite sind.

Mit fallen keine sinnvollen Argumente mehr zu dem Thema ein. Könnt ihr mir helfen?
Tausend Dank im vorraus :)
GAST stellte diese Frage am 14.09.2010 - 20:26

 

 
Antwort von GAST | 14.09.2010 - 20:35
Bitte, bitte, helft mir !

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Antwort von Tiggettos | 14.09.2010 - 20:39
kontra hohe zinsen ( heufen jugendliche schulden an kommen sie meist nicht mehr heraus da die zinsen sehr hoch sind und sie meist nicht viel geld haben

pro es zeigt ein vertrauen der eltern gegenüber ihrem kind


kp vllt hilft das ein wenig

 
Antwort von GAST | 14.09.2010 - 20:40
Ja das hilft, Dankeschön :)

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Antwort von anitaimama | 14.09.2010 - 20:43
Pro: kinder lernen selbstständig zu sein dh. vielleicht besser mit Geld umzugehen
Contra: können ohne ende Geld ausgeben=schulden

 
Antwort von GAST | 14.09.2010 - 20:48
Die beiden Argumente hatte ich schon, aber trotzdem danke :)

 
Antwort von ANONYM | 15.09.2010 - 08:07
Realität:
Laut Gesetz dürfen Kinder und Jugendliche keine Schulden machen.
Deswegen dürfen Jugendkonten (Girokonten) nur auf Guthabenbasis geführt werden und deshalb dürfen / können die Konten auch nicht ins Minus fahren.

Ausnahme z. B.:
Jugendlicher ist Unternehmer (z. B. durch Erbe Mitteilhaber).
Hier kann es schon vorkommen, dass das Vermögen des Jugendlichen durch die Aufnahme von (Firmen-)Krediten gefährdet ist.
Zu solchen Rechtsgeschäften bedarf es der Zustimmung des Familiengerichts (früher Vormundschaftsgericht).

guck mal da:
http://www.cashless-muenchen.de/index.php?id=46


Ich würde nicht schreiben: Man lernt mit Schulden umzugehen. Das ist Quatsch.
Jugendliche sollten zunächst lernen, mit Geld umzugehen.
Hierbei meine ich "Geld, das zur Verfügung steht".
Es ist wirklich sinnvoll zunächst zu lernen, dass man nur Geld ausgeben kann, das einem zur Verfügung steht und nicht etwas anzuschaffen und hinterher zu bezahlen.

Ich lebe ganz gut mit dem Satz meiner Großmutter:
Erst sparen, dann kaufen.
Ich habe in meinem ganzen Leben noch NIE mein Girokonto überzogen. Alles was ich mir angeschafft habe, habe ich mir zunächst angespart und dann gekauft. Egal ob das ein Auto, Motorrad oder Möbel waren.
Das funktioniert ganz gut. Mein erstes Auto war gebraucht, das Motorrad auch und die Möbel habe ich nach und nach gekauft. Ich telefoniere nicht mit einem Handy für 400 EUR und telefoniere nur mit Prepaid. So habe ich meine Handykosten im Griff. Ab und zu bin ich dann halt in der Situation, dass man mich nur anrufen kann.
Na und? Diese kurze Zeit hin und wieder kann ich gut überleben.
(Zuletzt geändert vom Autor am 15.09.2010)

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Antwort von cleosulz | 15.09.2010 - 08:51
das Argument von Tiggettos
"Vertrauen der Eltern" verstehe ich nicht.

Worin liegt das PRO darin.
Die Eltern vertrauen dem Kind, wenn sie erlauben (?), dass das Kind Schulden machen darf?
Sie vertrauen darauf, dass das Kind in der Lage ist, die Schulden pünktlich und gewissenhaft zurückzuführen?
Soll das so verstanden werden?
Aber warum PRO?

Ich fände es besser, wenn die Eltern ihren Kindern vermitteln, dass - vor allem für Konsumgüter - zunächst gespart wird (siehe Anonym) bevor sie angeschafft werden.
Bei einigen Sachen wird das schwieriger. Beispiel Eigentumswohnung oder Haus.
Beim Kauf eines Autos u. U. auch. Wobei ich da auch die Ansicht teile, dass es (Ausnahmefälle gibt es immer) besser ist, auch diese Anschaffungskosten zunächst anzusparen. Wenn mir nur 1.000 EUR zur Verfügung stehe, dann kaufe ich mir halt nur eines für 1.000 EUR und nicht eines für 12.000 EUR.
Sicher ist eines für 12.000 EUR vielleicht zuverlässiger als ein gebrauchtes für 1.000 EUR, muss aber nicht unbedingt. Schöner und flotter ist es bestimmt ;)
Aber wenn ich keine 12.000 EUR habe, sollte wirklich überlegt werden, ob ich mir wegen einem Auto einen Kredit über 11.000 EUR aufnehme.
Wenn ich es an einen Baum fahre, ist mein Auto futsch und ich muss weiterhin das Darlehen für etwas bezahlen, was nicht mehr da ist.
Für ein weiteres Auto muss ich mich dann erneut verschulden und schon sitze ich vielleicht in dieser Schuldenfalle.

Da hätte mir das Vertrauen meiner Eltern nichts genutzt.
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