Revolutionen 1848/49

Geschichte-Referat zum Thema "Revolution in Europa"

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Revolution in Europa

Geschichtsreferat ________________________ 03.11.03


Die Revolutionen 1848/49
Entstehung der Revolution
Zusammenspiel mit der Revolution in Frankreich
Entstehung in Deutschland/Preußen
Revolution nicht nur in Deutschland und Frankreich…
Paulskirche
Zusammensetzung des Parlaments
Die Verfassung
Großdeutsche- oder kleindeutsche Lösung
Erbkaiser oder Wahlkaiser
Grundgesetze
Das Scheitern
König Friedrich Wilhelm IV.
Doppelziel
Reaktionszeit
Was bleibt noch von der der Revolution

Entstehung der Revolution
In den Jahren 1948/49 hat es in ganz Europa Revolutionen gegeben. Träger dieser Revolutionen war vor allem das erstarkende Bürgertum, welches mehr Mitspracherecht im Staat forderte, sowie verschiedene nationalstaatliche und soziale Komponenten wie der Pauperismus…
Nicht beteiligt an dieser revolutionären Bewegung waren Russland, England und Spanien. Wobei in Russland die Oppositionellen entsprechend unterdrückt wurden und in Spanien und England wurde durch Gesetze die Ruhe im Statt wieder hergestellt
Den Anfang dieser Revolutionen machte wie schon so oft Frankreich. Hier wurde durch konstitutionell-liberale Kräfte eine Reform des Wahlrechts gefordert (Abschaffung des Zensuswahlrechts). Als dann eine öffentliche Veranstaltung der Republikaner für die Wahlrechtsreform untersagt wurde kam es zu Straßenkämpfen in Paris. Dies wird heute als Februarrevolution bezeichnet. Dabei waren die Forderungen der Opposition, Republikaner, Liberale und Sozialisten, vor allem eine Republik. Sie wandten sich dabei auch gegen die Korruption im bestehen Staat und verlangten Reformen zur Verbesserung der Situation der Bauern und des städtischen Proletariats. In folge dessen wurde am 24. Februar Ministerpräsident Francois Guizot gestürzt und der „Bürgerkönig“ Louis Phillipe musste abdanken. Danach wurde eine eher provisorische Regierung unter Alphonse de Lamartine gebildet, welche in ihrer Nationalversammlung zunächst die Abschaffung der Nationalwerkstätten verlangte, in welchen hauptsächlich Arbeitslose beschäftigt waren. Diese Entscheidung zog Aufstände der Beschäftigen nach sich, welche blutig niedergeschlagen wurden. Nach diesen blutigen Aufständen im Juni entschied sich die Mehrheit der Franzosen im Dezember in einer Wahl für Louis Napoleon als ihren neuen Präsidenten.
Die Februarrevolution in Frankreich gab auch den Anstoß für die Märzrevolutionen in Deutschland. Grund für diese Revolutionen war vor allem die Unzufriedenheit des Volkes in allen Bereichen: Die Bauern wollten die Abschaffung des Feudalsystems und Agrarreformen; die Handweber sahen sich durch die industrielle Konkurrenz in einer aussichtslosen Lage, durch die Angst vor der Arbeitslosigkeit; ebenso erging es den Handwerkern... Auch konnten die neu entstehenden Industrien nicht genügend Arbeitsplätze bieten. Durch das wachsen der Bevölkerung verarmte so eine breite Schicht der Bevölkerung (Pauperismus) Ein weiterer Grund waren die durch Missernten angestiegenen Lebensmittelpreise, welche im verarmenden Volk zu mehr und mehr Hungerleiden führte. Auch das falsche Handeln der führenden Politiker trug zu dieser Situation bei. Die Konservativen bekämpften, ohne auf eventuell sinnvolle Lösungsvorschläge zu achten, sämtliche Bemühungen der demokratischen und kommunistischen Seite. Dazu trug aber auch die stärker werdende Radikalisierung der Oppositionellen bei. Bereits kurz nachdem die Februarrevolution in Frankreich in Deutschland bekannt wurde, versammelten sich die Bauern um die Aufhebung der Feudallasten, des adligen Jagdrechts und des beschränkten Holzeinschlags einzufordern. Sie stürmten die Archive und zwangen die Adligen zum schriftlichen Verzicht ihrer grundherrlichem Rechte. Bis Ende des Jahres wurden ihre Forderungen in Baden, Württemberg, Bayern und Schlesien akzeptiert. Aber auch in den Städten kam es zu Demonstrationen. Dabei wurde gleiches Männerwahlrecht, Versammlungs-, Presse-, und Vereinsfreiheit sowie mehr Rechte für den Landtag, Volksbewaffnung, Schwurgerichte und kostenlose Schulausbildung gefordert. Diese wurden schließlich vom Bundestag akzeptiert und genauso wie die Forderungen nach einem Nationalstaat einer Verfassung und einem gesamtdeutschen Parlament. Die Demokraten und die Liberalen sahen die Revolution deshalb als siegreich an. Wichtig ist aber auch die Entwicklung in der preußischen Hauptstadt Berlin. Als die revolutionäre Stimmung sich auch in Berlin zuspitze ließ König Friedrich Wilhelm IV. Truppen in der Innenstadt aufstellen. Sehr zur Missbilligung der Bürger, welche nachdrücklich das Abziehen der Truppen forderte. Dabei stieß die Bevölkerung am 13. März erstmal mit dem Militär zusammen und es kam zu heftigen Straßengefechten. Infolge dessen gestand der König am 18. März eine Verfassung sowie die Einberufung eines vereinten Landtags zu. Als das Volk zum Schloss kam um ihm zu danken kam es dennoch zu erneuten Streitigkeiten wegen des Militärs. Daraufhin befahl er die Räumung des Platzes. Dabei lösten sich von der übernervösen Wache einige Schüsse und es kam erneut zu erbitternden Kämpfen. Am 19. März lies Friedrich Wilhelm deshalb die Truppen abziehen und ehre die Gefallenen. Zudem versprach er eine preußische Verfassungsgebende Nationalversammlung sowie die deutsche Einheit. Dennoch standen der Adel und das Militär nicht hinter der Revolution und konnten Ende 48 durch einen Staatsstreich die Revolutionäre entmachten.
Aber nicht nur in Deutschland und Frankreich kam es zu Revolutionen sondern auch in Italien und Österreich. In Italien gab es drei Ziele die durch die Revolution durchgesetzt werden sollten: 1. wie auch in den anderen Staaten eine Verfassung, 2. eine Einigung des Landens und 3. eine Befreiung von der Fremdherrschaft durch Österreich. Ab Anfang 1848 begannen immer mehr Teile Italien wie die Toskana und Sizilien Verfassungen zu erlassen. Im Kampf gegen die Fremdherrschaft übernahm schließlich König Karl Albert von Sizilien-Piemont die Führung konnte aber trotz anfänglicher Erfolge musste sich Italien im März 49 geschlagen geben. In der Zwischenzeit war es in Rom zu Aufständen der radikalen Demokraten gekommen vor denen der Papst schließlich floh. Im Februar rief Giuseppe Mazzini die Republik aus, welche sich aber nur bis zum Sommer gegen die vom Papst zur Hilfe gerufenen französischen und österreichischen Truppen verteidigen konnte. Somit war die Revolution in Italien in jeder Hinsicht gescheitert. In Österreich hingegen waren wachsender Nationalismus sowie der Wunsch nach sozialen Komponenten der Grund für Aufstände, welche blutig niedergeschlagen wurden. Dennoch erreichten Arbeiter und Studenten die Abschaffung der Zensur, de Einrichtung einer konstitutionellen Komponente im Regierungssystem sowie die Absetzung Fürst von Metternichs. Die Verfassung enthielt jedoch nicht nur die Einführung eines konstitutionellen Systems sondern auch die Lösung der Nationalitätenfrage. Infolge dessen kam es erneut zu Aufständen die wiederum niedergeschlagen wurden. Zudem dankte Kaiser Ferdinand I. zu Gunsten seines Neffen Franz Josef I. ab. Unter Franz Josef wurde schließlich eine Verfassung aufgestellt mit der die Rückkehr zum alten System hergestellt wurde.

Paulskirche
Die zwei Hauptziele der Revolution in Deutschland konnten nicht regional erreicht werden. Infolge dessen wurde ein Nationales Parlament gebildet welches sich in der Frankfurt Paulskirche zusammen fand und sich mit den beiden Zielen der gesamtdeutschen Verfassung sowie eines deutschen Nationalstaates beschäftigten.
Dieses Parlament setze sich zunächst aus 574 Landtagsabgeordneten der deutschen Staaten zusammen. Dabei waren die Mehrheit der Anwesenden Liberale. Schnell wurde sich für die Zusammenarbeit mit den Fürsten sowie eine schnelle Wahl der Nationalversammlung entschieden. Wobei zunächst das Wahlrecht ausgearbeitet wurde: ein gleiches Wahlrecht für alle Männer über 25 jedoch ohne Dienstboten und Gesinde. Nach einer Wahl mit etwa 80% Wahlbeteiligung trat am 18. Mai 1848 die Nationalversammlung zum ersten Mal zusammen. Dabei gehörten ihr vor allem Bildungsbürger an, aber auch Großgrundbesitzer, Bauern, Unternehmer und Handwerker. Arbeiter waren nicht vertreten. Schnell bildeten sich auch Gruppen heraus: die konservativ-liberalen machten etwa 40% aus, die linken Liberalen etwa 30%, die Demokraten 18% und etwa 12% wurden durch die Konservativen vertreten.
Die Verfassung war eines der wichtigsten Ziele die sich jedoch in verschiedene Bereiche aufteilt.
Eine wichtige Frage die sich stellte war die Frage nach den Staatsgrenzen. Dadurch ergaben sich zwei Probleme: Ersten Schlesien und zweitens Österreich. Schlesien gehörte eigentlich zu Dänemark hatte aber trotzdem bei den Wahlen zur Nationalversammlung mitgemacht. Dänemark wollte jedoch Schlesien behalten, vor allem weil auch Dänen dort wohnten. Der Vorschlag Schlesien zu teilen wurde jedoch vom Paulskirchenparlament nicht akzeptiert und es kam zu Kriegen. Aber bereits im August musste ein Waffenstillstand eingelegt werden. Für viele war die kleindeutsche Lösung ohne Österreich undenkbar. Ein Kompromiss durch eine Föderation in Form eines Staatenbundes wäre denkbar gewesen wurde aber von der Mehrzahl abgelehnt. Nach einer knappen Entscheidung wurde schließlich dennoch die kleindeutsche Lösung durchgesetzt.
Die Frage nach der Regierungsform war schnell entschieden. Es sollte eine parlamentarische Republik geben. Nun stellte sich jedoch die Frage ob es ein Erbkaisertum oder ein Wahlkaisertum geben sollte. Schließlich wurde sich für einen Erbkaiser entschieden dem nur ein aufschiebendes Veto zustand. Der Reichstag hatte somit das Übergewicht.
Am 27. und 28. Oktober wurden schließlich die Grundrechte verabschiedet, welche die klassischen Freiheits- und Eigentumsrechte, wie Pressefreiheit beinhalteten. Auch die Sonderstellung des Adels wurde aufgehoben, in dem die Gleichheit vor dem Gesetz und die Auflösung des Feudalsystems durchgesetzt wurden. Aber auch Gesetze wie die Abschaffung der Todesstrafe, der Schutz vor willkürlichen Verhaftungen und die Unabhängigkeit der Justiz wurden verankert.
Das Scheitern Trotz des Bemühens des Paulskirchen Parlaments eine funktionsfähige Verfassung zu schaffen und somit einen deutschen Nationalstaat zu ermöglichen scheiterte die Revolution.
Daran war zum Teil auch der preußische König Friedrich Wilhelm schuld. Als er die Annahme der Herrschaft über den neuen Nationalstaat verweigerte war somit auch das Ende der Revolution besiegelt.
Ein weiterer Grund war das Doppelziel aus Einheit und Freiheit Deutschlands. Vor allem die Freiheit konnte sich weder im Nationalstaat noch in den Einzelstaaten durchsetzen. Nach dem Scheitern der Revolution wurde sogar die Rechte wie Pressefreiheit etc wieder abgeschafft und somit war kein Fortschritt zu vermerken. Ein weiterer Grund war die zu schleppende Einigung über die Grenzen des Nationalstaates in dem diese Ziele durchgesetzt werden sollten. Dies drückte der Reichsfinanzminister in seiner Aussage „Das Warten auf Österreich ist das Sterben der deutschen Einheit“ ebenfalls aus. Das Problem lag vor allem darin das sich das Parlament zu spät für die kleindeutsche Lösung ohne Österreich entschied. Als sie sich entschieden war dies kaum möglich ohne einen Krieg mit Österreich und Russland. Doch das Hauptproblem lag am Versuch beides Gleichzeitig zu ermöglichen. In Ländern wie England und Frankreich war bereits über Jahrhunderte an einer Einheit gearbeitet und geschaffen worden. Aufgrund dessen waren die Rahmenbedingungen bereits geschaffen und freiheitliche Veränderungen konnten leicht gemacht werden. Vor allem weil die Liberalen und Demokraten ihre Ziele nicht selbst verwirklichen konnten und somit auf die Hilfe der Obrigkeit angewiesen waren konnten sie nie ihre Ziele ganz nach ihrem Willen durchsetzen.
In der darauf Folgenden Reaktionszeit wurden die Autoritäten verstärkt umso weitere Aufstände zu verhindern und eine starke Überwachung über die Bevölkerung in Form von Kontrolle über Presse, Schule etc. folgte. Dennoch kehrte man nicht vollständig zu den Verhältnissen vor der Revolution zurück
Doch was blieb von der Revolution? Nach der Revolution wurde der deutsche Bund wieder hergestellt. Aber dennoch wurde der Wunsch nach einem Nationalstaat immer stärker. Zu dem wurden durch die gemeinsame Arbeit an der Verfassung Maßstäbe gesetzt für das was in den Einzelstaaten erreicht werden sollte.
Inhalt
Geschichtsreferat über Entstehung, Verlauf und Scheitern der Revolutionen 1848/49!

Die Revolutionen 1848/49

1. Entstehung der Revolution
1.1 Zusammenspiel mit der Revolution in Frankreich
1.2 Entstehung in Deutschland/Preußen
1.3 Revolution nicht nur in Deutschland und Frankreich…
2. Paulskirche
2.1 Zusammensetzung des Parlaments
2.2 Die Verfassung
2.2.1 Großdeutsche- oder kleindeutsche Lösung
2.2.2 Erbkaiser oder Wahlkaiser
2.2.3 Grundgesetze
3. Das Scheitern
3.1 König Friedrich Wilhelm IV.
3.2 Doppelziel
3.3 Reaktionszeit
4. Was bleibt noch von der der Revolution (1690 Wörter)
Hochgeladen
06.10.2004 von unbekannt
Schlagwörter
Geschichtsreferat | Revolution 1848 1849 Frankreich | Deutschland &Preußen; Paulskirchenverfassung; Scheitern | Pauperismus | Zensuswahlrecht | Februarrevolution | Giuseppe Mazzini | Paulskirche | Doppelziel aus Einheit und Freiheit
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